Der Spiegel: Spielen macht klug

‚Warum Computerspiele besser sind als ihr Ruf.‘

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ENDLICH ist das Spielen nicht mehr etwas, das man mit verpickelten Freaks mit strähnigen Haaren und bleicher Haut in Verbindung bringt. Dank Smartphones spielt heutzutage fast jeder. Und immer mehr Erwachsene Menschen fühlen sich dazu hingezogen einfach mal abzuschalten und sich einer fiktiven Welt hinzugeben (frag mich grade, ob die Umsätze der ‚leichten‘ Mädchen in den letzten Jahren im Gegenzug gesunken sind o.O). Hier besteht die Möglichkeit, abzuschalten und den Alltagsstress zu vergessen.

Weiterhin wird gesagt, dass Spielen ein natürlicher Trieb ist, man will neue Erfahrungen machen und die Erfolgserlebnisse in Spielen machen uns glücklich, nebenbei enstehen neue Verknüpfungen im Gehirn. Heutzutage nutzt man die durch Spiele ausgelösten postiven Gefühle auch als Kurmittel bei diversen Krankheiten oder Beschwerden.
Besonders das Spielen von Shootern soll das Abstraktionsvermögen und die Konzentrationsfähigkeit steigern.

Wo wir von Ballerspielen reden, von den gern so oft behauptet wird, dass sie das Aggressionspotenzial steigern würden (und ich deswegen in nicht allzu kurzer Zeit Amok laufen werden)… da steht doch tatsächlich im Artikel, dass es eben NICHT so ist. Bämm! Der Punkt laut des Kommunikationswissenschaftlers Jeffrey Wimmers ist, dass gewalttätige Computerspiele, aber auch Filme (die wollen wir mal nicht vergessen, bevor wir all die ganzen Egoshooter niedermachen) nicht Auslöser, sondern Symptom unserer gewaltbereiten Gesellschaft ist (hier die nicht zu beantwortende Frage, was zuerst da war: Das Huhn oder das Ei). Vielleicht fühlt man sich beim spielen, gucken (oder auch LESEN möchte ich mal dazu sagen) vielleicht toll und stark, aber das vergeht auch wieder, wie jedes andere Hochgefühl und sei somit nicht verantwortlich zu machen.
Amerikanische Psychologen sind sogar zu dem Ergebnis gekommen, dass das Aggressionspotenzial, werden Spiele von mehreren gemeinsam gespielt, sogar sinken soll, außerdem wurde nie wirklich nachgewiesen, dass Computerspiele aggressiv machen würden.

Ja, aber wenn es schon nicht aggressiv macht, dann macht es süchtig!!! Ja, klar.
Im Artikel wird der Vergleich gebracht zu einem Jungen, der sich nach der Schule seine Freizeit beim Fußballspielen vertreibt. Wäre dieser nicht auch süchtig? Oder Menschen, die ein Buch nach dem andere verschlingen, was ist mit denen? Ja, früher galten diese Menschen tatsächlich als abhängig, es wurde beschrieben, dass Lesen einen negativen Einfluss auf Menschen hätte. Wer würde das heute noch behaupten (okay, Ausnahmen bestätigen die Regel, nicht?).

In unserem Deutschland gibt es leider immer noch die Grundhaltung, dass man sich fragt, ‚ob Computerspiele überhaupt zu irgendetwas nutze sein können‘ (nein, wir sind nicht verbohrt lallaaaaaa).
Wenn man sich ein wenig in Psychologie reinwagt, erkennt man auch, dass die Lernerfolge um einiges höher sind, wenn man Dinge selbst macht. Mit ’selbst machen‘ in dem Fall wäre hier das Spielen gemeint. Dass das funktioniert, macht eine US-amerikanische Schule vor.

Ein sehr toller Satz in dem Artikel, über den einige Menschen mal nachdenken sollten, wurde auch genannt:
‚Computerspiele sind Teil unserer Kultur, nicht besser oder schlechter als Filme oder Bücher.‘

Wer sich das noch mal genauer durchlesen möchte, findet den Artikel in der aktuellen Ausgabe des Spiegels (Nr. 3/13.01.14) für 4,40€.

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4 Antworten zu “Der Spiegel: Spielen macht klug

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